Die Critical Incident Technique zur Erstellung eines Anforderungsprofils

03.12.2018 | Stefanie Rasel | News

Was bish­er geschah: Da die Leuchtkraft von Rudolphs rot­er Nase allmäh­lich nach­lässt, möchte er näch­stes Jahr in den Frühruh­e­s­tand gehen. Der Wei­h­nachts­mann legt großen Wert auf rei­bungslose Abläufe im Wei­h­nachts­geschäft und möchte daher bere­its jet­zt einen Nach­fol­ger für Rudolph suchen. Im Sinne eines effizien­ten Wis­sens­man­age­ments soll die Einar­beitung des neuen Zugtieres durch den aktuellen Posi­tion­sin­hab­er erfol­gen. Zudem hat der Wei­h­nachts­mann gehört, dass die Anforderun­gen von Bewer­bern an poten­zielle Arbeit­ge­ber gestiegen sind. Aus diesem Grund möchte der Wei­h­nachts­mann die Per­son­al­suche nicht unüber­legt ange­hen und hat sich bere­its Gedanken zu seinen gewährten Arbeit­ge­ber­ben­e­fits gemacht. Nun möchte er sich der Anforderungs­analyse für die Posi­tion wid­men.
In einem Inter­view mit Rudolph erhebt der Wei­h­nachts­mann anhand der Crit­i­cal Inci­dent Tech­nique die Her­aus­forderun­gen der Posi­tion sowie die notwendi­gen Anforderun­gen an den zukün­fti­gen Posi­tion­sin­hab­er. Sein Ziel ist es, ein Stel­len­pro­fil sowie ein zuge­höriges Anforderung­spro­fil zu erstellen, anhand dessen er den Kan­di­dat­en auswählen kann, der die Her­aus­forderun­gen der Stelle voraus­sichtlich am besten bewälti­gen kön­nen wird.
Der Wei­h­nachts­mann weiß näm­lich, dass es seit 2002 eine DIN-Norm für die Eig­nungs­beurteilung gibt, die DIN 33430. Diese ist das Resul­tat ein­er Ini­tia­tive des Berufsver­ban­des Deutsch­er Psy­chologin­nen und Psy­cholo­gen (BDP) in Koop­er­a­tion mit der Deutschen Gesellschaft für Psy­cholo­gie und wurde im Auss­chuss des Deutschen Insti­tuts für Nor­mung veröf­fentlicht.
Der Leit­satz der DIN 33430 zum Anforderungs­bezug besagt: „Eine Arbeits- und Anforderungs­analyse (…) sollte die Basis ein­er Eig­nungs­beurteilung sein. Die Anforderungs­analyse sollte die Merk­male eines Arbeit­splatzes, ein­er Aus­bil­dung bzw. eines Studi­ums, eines Berufs oder ein­er beru­flichen Tätigkeit ermit­teln, die für den beru­flichen Erfolg und die beru­fliche Zufrieden­heit bedeut­sam sind. Aus der Anforderungs­analyse soll­ten diejeni­gen Eig­nungsmerk­male (…) mit­samt ihren Aus­prä­gungs­graden abgeleit­et wer­den, die zur Erfül­lung der Anforderun­gen nötig sind. (…)“ (DIN 33430, S. 12).
Die Crit­i­cal Inci­dent Tech­nik (CIT), auch als Meth­ode der kri­tis­chen Ereignisse beze­ich­net, ist ein im Jahr 1954 von J. G. Flana­gan entwick­eltes teil­stan­dar­d­isiertes Ver­fahren zur Erhe­bung von erfol­gskri­tis­chen Hand­lungsweisen. Ziel ist es, die so genan­nten „Crit­i­cal Inci­dents“, also erfol­gskri­tis­che Sit­u­a­tio­nen und das darin gezeigte Ver­hal­ten, so konkret und umfassend zu beschreiben, dass daraus induk­tiv diejeni­gen Anforderun­gen an die Per­son abgeleit­et wer­den kön­nen, die zur erfol­gre­ichen Bewäl­ti­gung der Sit­u­a­tio­nen notwendig sind.
Fra­gen, die der Wei­h­nachts­mann in diesem Zusam­men­hang an Rudolph stellt, sind z.B.:
• Wie kam es zu der Sit­u­a­tion, dass er ein­mal von der richti­gen Flu­groute abgekom­men ist?
• Wann und wie hat er bemerkt, dass er in die falsche Rich­tung steuert?
• Wie hat sich Rudolph in der Sit­u­a­tion konkret ver­hal­ten, und wie ist er vorge­gan­gen, um den
Zeit­plan doch noch einzuhal­ten und kein Haus zu vergessen?
• Welche Fol­gen hat­te das Ver­hal­ten von Rudolph auf die konkrete Flug- und Arbeitssi­t­u­a­tion?
• Welche Bedeu­tung hat­te die erfol­gre­iche Prob­lem­lö­sung für das Wei­h­nachts­geschäft?
• Wie hätte sich Rudolph auf keinen Fall ver­hal­ten dür­fen?

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