Die Candidate Experience – ein entscheidender Faktor

09.05.2018 | Stefanie Rasel |

Obwohl die „Can­di­date Expe­ri­ence“ seit mehreren Jahren zu den wichtig­sten Recruit­ingth­e­men  gehört und durch die Bewer­ber­mark­t­si­t­u­a­tion zunehmend an Bedeu­tung  gewin­nt, sind viele Bewer­ber mit den durch­lebten Bewer­bung­sprozessen unzufrieden. Das zeigt sich nicht nur auf Bew­er­tungsplat­tfor­men wie Kununu, son­dern ist auch das Ergeb­nis ver­schieden­er Stu­di­en.
Die Liste der Gründe für die Unzufrieden­heit im Bewer­bung­sprozess ist lang, die Gründe sind vielfältig: Stel­lenauss­chrei­bun­gen mit wenig aus­sagekräfti­gen Angaben, zu aufwendi­ge Bewer­bungs­for­mu­la­re, zu lange Reak­tion­szeit­en, zu wenig Trans­parenz im gesamten Prozess, keine Absagen…
Wir von pro­Job wollen es bess­er machen. Unser Bestreben ist es, unseren Bewer­bern eine durch­weg pos­i­tive Can­di­date Expe­ri­ence zu ver­mit­teln.

Doch was bedeutet eigentlich Candidate Experience?

Unter Can­di­date Expe­ri­ence wird die Summe aller per­sön­lichen Wahrnehmungen und Erfahrun­gen beze­ich­net, die im Rah­men ein­er Can­di­date Jour­ney von einem Arbeitssuchen­den in Bezug auf einen poten­ziellen Arbeit­ge­ber gesam­melt wer­den. Dies impliziert, dass die Can­di­date Jour­ney auss­chlaggebend dafür ist, ob die Can­di­date Expe­ri­ence pos­i­tiv oder neg­a­tiv emp­fun­den wird. Diese Empfind­ung entschei­det oft­mals darüber, ob aus dem Wun­schkan­di­dat­en let­ztlich ein Arbeit­nehmer wird.

Die Candidate Journey umfasst vier Phasen

Im Rah­men der Can­di­date Jour­ney durch­lebt der Arbeitssuchende vier Phasen, in denen er  ver­schiedene Kon­tak­t­punk­te zu einem Unternehmen erfährt.
(1)  In der Ori­en­tierungsphase informiert er sich zunächst über mögliche Kar­ri­ere­op­tio­nen, inter­es­sante Unternehmen und Jobange­bote..
(2)  In der Entschei­dungsphase wählt er die passend­sten Jobange­bote für sich aus und bewirbt sich auf diese.
(3)  Mit der Bewer­bung wird die Inter­ak­tion­sphase ein­geleit­et. Der Bewer­ber wartet auf Rück­mel­dun­gen und ggf. Sta­tus­meldun­gen seit­ens des Unternehmens. Dies kann zunächst ein Ein­gangs­bescheid oder direkt  eine Ein­ladung zu einem persönlichen/telefonischen  Inter­view oder eine Absage sein. Verzögert sich der Prozess, so wartet der Bewer­ber auf Zwis­chenbeschei­de. Die Durch­führung von Auswahlge­sprächen und Assess­ment-Cen­tern ist eben­falls der Inter­ak­tion­sphase zuzuord­nen.
(4) In der abschließen­den Entschei­dungsphase erhält der Bewer­ber besten­falls ein Ver­tragsange­bot, welch­es er unterze­ich­net oder es erfol­gt eine Absage; entwed­er vom Bewer­ber oder vom Unternehmen.

Worauf kommt es bei der Candidate Journey für eine positive Candidate Experience an?

Eine Muster­lö­sung zur Gestal­tung der Can­di­date Jour­ney gibt es nicht. Diese muss indi­vidu­ell auf die Ziel­gruppe zugeschnit­ten wer­den; denn unter­schiedliche Ziel­grup­pen richt­en ver­schiedene Ansprüche und Erwartun­gen an einen Bewer­bung­sprozess. Ziel­grup­penüber­greifend lassen sich jedoch fol­gende Tipps fes­thal­ten.
Da die Can­di­date Jour­ney wie bere­its beschrieben mit der Ori­en­tierungsphase begin­nt, gilt es bere­its bei der Erstel­lung der Stel­lenauss­chrei­bun­gen sowie bei der Gestal­tung des Kar­ri­ere­bere­ichs auf der Unternehmensweb­site die Bedürfnisse der poten­ziellen Kan­di­dat­en zu berück­sichti­gen.
Darüber hin­aus sollte das Bewusst­sein vorhan­den sein, dass sich hin­ter jed­er einge­hen­den Bewer­bung ein Men­sch ver­birgt, der mit sein­er Bewer­bung Hoff­nun­gen und Äng­ste verbindet. Mit jedem Kon­takt, von der Ein­gangs­bestä­ti­gung über Zwis­chenbeschei­de und Gespräch­sein­ladun­gen bis hin zu Absagen, wer­den auf Seit­en des Bewer­bers Emo­tio­nen her­vorgerufen. Aus diesem Grund sollte der einzelne Bewer­ber im Mit­telpunkt des gesamten Prozess­es ste­hen und die Wertschätzung des Bewer­bers und sein­er Unter­la­gen ober­ste Pri­or­ität besitzen. Der Bewer­bung­sprozess sollte daher trans­par­ent gestal­tet sein und eine schnelle und unkom­plizierte Kor­re­spon­denz mit angemesse­nen Reak­tion­szeit­en bein­hal­ten.

Candidate Journey bei proJob

Wir sehen den Men­schen hin­ter der Bewer­bung und leg­en sehr großen Wert darauf, unseren Bewer­bern das Gefühl zu ver­mit­teln, dass wir uns aktiv mit ihnen auseinan­der­set­zen.
Deswe­gen haben wir bei pro­Job für die Bewer­berko­r­re­spon­denz feste Reak­tion­szeit­en definiert. Durch unser Bewer­ber­man­age­mentsys­tem wird gewährleis­tet, dass die entsprechen­den Zeit­en einge­hal­ten und unsere Bewer­ber, während des gesamten Per­son­albeschaf­fung­sprozess­es von uns über Verzögerun­gen auf dem Laufend­en gehal­ten wer­den.
Darüber hin­aus sind wir bestrebt, im Vorstel­lungs­ge­spräch sowie in Assess­ment-Cen­tern eine angenehme Atmo­sphäre zu schaf­fen und pfle­gen einen höflichen und respek­tvollen Umgangston auf Augen­höhe.

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