Effizienteres Recruiting durch Mitarbeiterempfehlungen?!

25.07.2018 | Stefanie Rasel | Personal & Management

Im Recruit­ing geht es bekan­nter­maßen um den Prozess der Per­son­albeschaf­fung. Dieser soll möglichst aufwand­sarm, zeit­ef­fizient und ziel­grup­pen­gerecht erfol­gen und qual­i­fizierte neue Mitar­beit­er und Mitar­bei­t­erin­nen her­vor­brin­gen.
Wer­den neue Mitar­bei­t­ende gesucht, nutzen die meis­ten Unternehmen zunächst pas­sive Recruit­ingkanäle. Dazu zählen beispiel­sweise Auss­chrei­bun­gen auf den Kar­ri­ere­seit­en der eige­nen Unternehmen­shome­page, in Stel­len­börsen und in sozialen Net­zw­erken sowie in Fach­magazi­nen.
Daraufhin warten die Per­son­alver­ant­wortlichen ab, bis aus­re­ichend Bewer­bun­gen fach­lich qual­i­fiziert­er Kan­di­dat­en und Kan­di­datin­nen einge­gan­gen sind, um dann die eng­ste Auswahl zu per­sön­lichen Vorstel­lungs­ge­sprächen einzu­laden. Nach den per­sön­lichen Gesprächen und etwaigen Eig­nungsver­fahren wird dann der oder die zukün­ftige Stelleninhaber/in aus­gewählt.
In ein­er von LinkedIn durchge­führten Erhe­bung „Glob­al Tal­ent Trends 2017“ hat sich jedoch gezeigt, dass fast die Hälfte der Befragten der Mei­n­ung sind, dass Bewer­bun­gen aus dem per­sön­lichen Umfeld der eige­nen Mitar­beit­er eine wesentlich höhere Erfol­gsquote mit sich brin­gen als andere Bewer­bun­gen.

Herausforderungen im Recruiting

Unum­strit­ten ist der kon­tinuier­lich steigende Bedarf an Fachkräften, während die Response-Rat­en auf Stel­lenauss­chrei­bun­gen deut­lich sinken. Ein Bericht des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung hält außer­dem fest, dass Unternehmen unter anderem mit Prob­le­men wie ein­er niedri­gen Bewer­berqual­ität, uner­wartet hohen Gehalts­forderun­gen und notwendi­gen Zugeständ­nis­sen bei der Beruf­ser­fahrung eingestell­ter Kan­di­dat­en zu kämpfen haben.

Vorteile des empfehlungsbasierten Recruitings

Vor diesem Hin­ter­grund wer­den Mitar­beit­erempfehlung­spro­gramme bedeut­samer.
Wenn die eige­nen Mitar­beit­er und Mitar­bei­t­erin­nen bewusst als Marken­botschafter agieren, hat dies für den Recruit­ing­prozess mehrere Vorteile:

  • Durch Mitar­beit­erempfehlun­gen erre­ichen Stel­lenauss­chrei­bun­gen eine größere Reich­weite, da informierte Fre­unde und Bekan­nte die erhal­te­nen Infor­ma­tio­nen über offene Stellen auch an ihren Bekan­ntenkreis weit­ergeben.
  • Es wer­den nicht nur reine Infor­ma­tio­nen zu offe­nen Stellen, son­dern auch zu dem Arbeit­ge­ber als solchem und dessen Unternehmen­skul­tur trans­portiert.
  • Dadurch erhal­ten poten­zielle Kan­di­dat­en und Kan­di­datin­nen ein authen­tis­ches Bild der Unternehmen­skul­tur und kön­nen bess­er abschätzen, ob die Gegeben­heit­en zu ihren Per­sön­lichkeit­en und Vorstel­lun­gen passen.
  • Die Mitar­beit­er und Mitar­bei­t­erin­nen übernehmen automa­tisch eine erste Screen­ing-Funk­tion, indem sie ehe­ma­lige Arbeit­skol­le­gen, Geschäftspart­ner oder deren Kon­tak­te empfehlen.
  • Meist kön­nen die Mitar­beit­er und Mitar­bei­t­erin­nen näm­lich die Stärken und Schwächen der poten­ziellen Kan­di­dat­en fach­lich und per­sön­lich sowie hin­sichtlich des Cul­tur­al Fits gut ein­schätzen.

Mitarbeiterempfehlungen ersetzen kein Auswahlverfahren

Eine Mitar­beit­erempfehlung kann keinen nor­malen Bewer­bung­sprozess erset­zen. Die emp­fohle­nen Kan­di­dat­en und Kan­di­datin­nen sind also dazu ange­hal­ten, ihre voll­ständi­gen Bewer­bung­sun­ter­la­gen einzure­ichen und den Auswahl­prozess nahezu voll­ständig zu durch­laufen.
Die Erfahrung von pro­Job zeigt, dass emp­foh­lene Per­so­n­en von bere­its platzierten Kan­di­dat­en und Kan­di­datin­nen meis­tens zumin­d­est in die eng­ste Auswahl eines Recruit­ing­prozess­es kom­men.
Welche Erfahrun­gen haben Sie bish­er mit Mitar­beit­erempfehlun­gen gemacht? Nutzen Sie vielle­icht sog­ar ein dig­i­tales Mitar­beit­erempfehlungssys­tem?
Wir sind ges­pan­nt und freuen uns auf Ihr Kom­men­tar.

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