Kochrezept – Leitbild: Welche „Zutaten“ benötige ich?

16.09.2019 | Dragana Mitrovic |

pro­Job als Per­son­al- und Unternehmens­ber­atung lädt ein „Kochrezept“ im Blog hoch? Kochen und Leit­bilden­twick­lung? Wie passt das zusam­men? Wir sagen: sehr gut!

Kochen nimmt zunehmend eine wichtigere Rolle in unserem All­t­ag ein. Wir kochen bewusst, gesund, nachhaltig/regional und verabre­den uns, um „Koch-Events“ zu ver­anstal­ten und gemein­sam etwas zu „erschaf­fen“. Sie fra­gen sich: „und wie passt das mit ein­er Leit­bilden­twick­lung zusam­men?!“ — die Merk­male des Kochens lassen sich unmit­tel­bar auf die Leit­bilden­twick­lung über­tra­gen.

Die „bewusste“ Entscheidung für einen Arbeitgeber

Spätestens seit dem QR-Codes­can­ner oder der Foodampel von Food­watch, drehen wir die Ver­pack­un­gen im Super­markt öfter um und schauen uns genauer an, was genau in unseren Lebens­mit­teln steckt. Wir entschei­den uns für Fair­trade und/oder regionale Pro­duk­te – aus Überzeu­gung, weil sie zu unser­er Leben­se­in­stel­lung und unseren Werten passen. So ist es auch mit der Auswahl des Arbeit­ge­bers. Wir sind nicht mehr darauf angewiesen „alles zu kon­sum­ieren“, was uns ange­boten wird d.h. uns für einen Arbeit­ge­ber zu entschei­den, der nicht zu unserem Welt­bild, unseren Werten und unseren Prinzip­i­en passt. Wir entschei­den uns „bewusst“ für Unternehmen, deren Vision, Mis­sion und Werte wir vertreten kön­nen. Auch hier haben wir eine Art „Foodampel“ – wir holen uns unsere Infor­ma­tio­nen von der Unternehmen­shome­page, oder Bew­er­tungsportal­en wie kununu. Sie merken, ein „schmack­haftes“ Leit­bild, das im Unternehmen­sall­t­ag gelebt wird, kann neue Mitar­beit­er anziehen und beste­hende binden. Deswe­gen haben wir hier für Sie, Zutat­en für ein gelun­ge­nes Leit­bild-Kochrezept.

Zutaten für ein Leitbild bestehend aus Vision, Mission und Werten

Für die gelun­gene Her­stel­lung eines Leit­bilds benöti­gen Sie zunächst einen Koch. In der Arbeitswelt wäre das üblicher­weise der Geschäfts­führer oder Unternehmensgrün­der. Er muss den „Hunger“ ver­spüren, ein leck­eres „Gericht“ zu kreieren. In der Regel wird ein Leit­bild zu Beginn der Unternehmensgrün­dung erar­beit­et (oder auch im Laufe der Zeit angepasst), denn jed­er Koch/CEO hat eine Vision, die ihn motiviert. Die gilt es zu Papi­er zu brin­gen.

Erste Zutat: die Vision

 „Man nehme“ motivierende, pos­i­tiv-for­mulierte Antworten auf Fra­gen, wie die Zukunft/der Erfolg des Unternehmens z.B. in fünf, zehn, fün­fzehn Jahren ausse­hen soll. Acht­en Sie darauf, dass Sie Emo­tio­nen weck­en, die Fan­tasie anre­gen und die Lei­den­schaft und Stärken des Unternehmens berück­sichti­gen. Ver­mei­den Sie es „schwere Kost“, wie die reine zahlengetriebene Zielbeschrei­bung zu for­mulieren – Sie schreiben keine Strate­gie und geben keine Unternehmen­sziele vor, Sie sind Visionär! Sie schaf­fen das Bedürf­nis, dass der jed­er, der Ihre Vision liest, mit Ihrem Unternehmen diese erfüllen möchte.

Zweite Zutat: die Mission

Nach­dem Sie bere­its die Vision in den „Leit­bild-Kochtopf“ gewor­fen haben, ist nun die Mis­sion an der Rei­he. Por­tion­ieren Sie Appetit anre­gende Hap­pen. D.h. acht­en Sie darauf, dass jed­er, der Ihr Unternehmen ken­nen­lernt, weiß wofür es ste­ht – heben Sie sich mit Ihrem Mis­sion State­ment von Mit­be­wer­bern ab! Ein Mis­sion State­ment beschreibt, was Sie momen­tan machen und erre­ichen möcht­en. Dieses soll­ten Sie regelmäßig den Unternehmen­su­m­stän­den und Ziel­grup­penbedürfnis­sen anpassen, wie Sie auch Ihre Strate­gie regelmäßig anpassen. Ihre Vision hinge­gen soll­ten Sie erst „ändern“, wenn Ihre vorherige erfüllt, oder die ein­stige Zukun­ft sich in der Gegen­wart so unüber­schaubar verän­dert hat, dass Sie Größeres anstreben.

Dritte Zutat: die Werte

Ihr Leit­bild-Gericht ist fast fer­tig. Ihre let­zte, aber den­noch sehr wichtige Zutat: Werte! Für die For­mulierung der Unternehmenswerte soll­ten Sie spätestens jet­zt eine aus­gewählte Pro­jek­t­gruppe, beste­hend aus ein­er het­ero­ge­nen Mis­chung Ihrer Mitar­beit­er, mit an den „Kochherd“ holen. Es gibt ver­schiedene Herange­hensweisen, wie Sie an die vor­bere­i­t­en­den Infor­ma­tio­nen zu den aktuell gelebten Werten im Unternehmen gelan­gen. Eine Möglichkeit ist, über Mitar­beit­er­be­fra­gun­gen abzufra­gen, welche gelebten Werte z.B. in der Zusam­me­nar­beit mit den Kol­legin­nen und Kol­le­gen bere­its wahrgenom­men wer­den. Sie kön­nen auch kurze Inter­views mit ein­er aus­gewählten Menge an Mitar­beit­er führen und abfra­gen, welche Werte aktuell wahrgenom­men wer­den, welche beson­ders bedeut­sam sind und ergänzend gelebt wer­den soll­ten. In Zusam­me­nar­beit mit Ihrer Pro­jek­t­gruppe for­mulieren Sie Werte, welche die zen­tralen Ker­naus­sagen Ihrer Unternehmen­skul­tur repräsen­tieren. Diese dienen als Hand­lungs- und Entschei­dungs­ba­sis für Ihre Mitar­beit­er, schaf­fen Iden­tität, Loy­al­ität und binden die richti­gen Mitar­beit­er an das Unternehmen.

Haben wir den „Appetit“ bei Ihnen geweckt – dann melden Sie sich sehr gerne. Wir ungestützten Sie bei der For­mulierung und/oder Über­ar­beitung Ihres aktuellen Leit­bilds.

Sie wollen mehr über dieses Thema erfahren?
Sprechen Sie uns direkt an unter +49 221 1390-474 oder schreiben Sie uns:


Jetzt Kontakt aufnehmen

Employer Branding einmal philosophisch betrachtet – ein Gastbeitrag von Gilberto Bruletti

Wie hat Ihnen dieser Blogbeitrag gefallen?


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Seien Sie der Erste, der unseren Beitrag bewertet.)
Loading...