Verwerfen Sie ruhig Ihre Neujahrsvorsätze

17.01.2019 | Stefanie Rasel |

Im Kalen­der der kuriosen Feier- und Aktion­stage aus aller Welt ist der heutige Tag, der 17. Jan­u­ar, als Wirf-deine-Neu­jahrsvorsätze-über-Bord-Tag fest­ge­hal­ten. Dieser Tag hat seinen Ursprung in den USA, wo er „Ditch New Years Res­o­lu­tions Day“ genan­nt wird.
Aber Hand auf Herz, sollen nach 16 Tagen schon alle guten Vorsätze über Bord gewor­fen wer­den? Sie erin­nern sich vielle­icht an unseren Beitrag zum Jahres­be­ginn, in dem wir erläutert haben, dass wir es bevorzu­gen, von Zie­len statt von guten Vorsätzen zu sprechen?! Jet­zt wis­sen Sie warum. Wenn es sog­ar einen Tag gibt, der dazu aufruft, die Neu­jahrsvorsätze zu ver­w­er­fen, kön­nen diese nicht von nach­haltiger Natur sein.
Warum ist das so? Neu­jahrsvorsätze kom­men nicht von unge­fähr. Sie unter­liegen in der Regel gesellschaftlichen Ein­flüssen. Meist geht es darum, die schlechte Ange­wohn­heit­en ad-acta zu leg­en und bessere, gesün­dere Ver­hal­tensweisen und Ein­stel­lun­gen zu adap­tieren.
Typ­is­che Neu­jahrsvorsätze sind zum Beispiel:
• Häu­figer Sport treiben,
• auf eine bewusstere Ernährung acht­en,
• weniger Süßigkeit­en essen,
• mehr Selb­stacht­samkeit an den Tag leg­en,
• Durch­starten im derzeit­i­gen Job oder gar den Job wech­seln, näm­lich in eine Posi­tion mit ein­er besseren Bezahlung und mehr Ver­ant­wor­tung,
• beru­flich­es und pri­vates bess­er voneinan­der tren­nen,
• das Handy häu­figer abschal­ten.
Und das ist nur eine kleine Auswahl typ­is­ch­er Neu­jahrsvorsätze. Diese klin­gen zunächst gut und sin­nvoll. Was hin­dert uns also daran, langfristig an den Neu­jahrsvorsätzen festzuhal­ten?
Das liegt mitunter im Ursprung der Vorsätze begrün­det. „Neues Jahr, neues Glück“, so heißt es. Viele Men­schen hegen die Hoff­nung oder die Erwartung, dass das neue Jahr bess­er wer­den muss als das alte. Da bekan­ntlich jed­er seines eige­nen Glück­es Schmied ist, streben sie das per­sön­liche Opti­mum an – in allen Lebens­bere­ichen. Gemäß des Leit­satzes: „Höher, schneller, weit­er“, wollen sie bess­er leben als bish­er und das in jed­er Hin­sicht.
Getrieben von dem inhärenten Wun­sch nach Bewun­derung, Anerken­nung und Wertschätzung wollen sie nach den wei­h­nachtlichen Schlem­merta­gen erst recht so ausse­hen, wie es Schön­heit­side­ale vor­leben, deren ver­meintlich gesun­den Lebensstil nachah­men und beru­flich durch­starten. Und das am besten sofort.
Daher ver­lan­gen die Neu­jahrsvorsätze eine sofor­tige Umset­zung neuer Ver­hal­tens­muster ab dem 01. Jan­u­ar. Der Men­sch ist aber ein Gewohn­heit­sti­er und Erfolge stellen sich nicht unmit­tel­bar ein. Daher bedarf die langfristige Umstel­lung Diszi­plin und Durch­hal­tev­er­mö­gen.
Sprechen wir hinge­gen von Zie­len statt von Vorsätzen, wis­sen wir, dass wir auf die Erre­ichung eines Ziels hinar­beit­en müssen. Wir behal­ten das Ziel vor Augen und tun, was zu dessen Erre­ichung notwendig ist. Bei Bedarf verän­dern wir auch unsere Ver­hal­tens­muster und Ein­stel­lun­gen. Dies erfol­gt jedoch aus ein­er anderen Moti­va­tion her­aus als es bei Vorsätzen der Fall ist. Wir ändern nichts, weil es von uns erwartet wird oder weil alle um uns herum eben auch Vorsätze haben. Wir führen Änderun­gen her­bei, weil wir auf ein entsprechen­des Ziel hinar­beit­en. Set­zen wir uns ein Ziel, entschei­den wir uns ganz bewusst dazu, unser Denken und unser Ver­hal­ten zu vari­ieren und unsere Per­sön­lichkeit weit­erzuen­twick­eln. Häu­fig empfind­en wir schon bei der Erre­ichung von Teilzie­len eine wohltuende Zufrieden­heit.
Ver­w­er­fen Sie Ihre Vorsätze und hal­ten Sie an Ihren Zie­len fest.

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