Online gestützter Interpretations-Workshop zum Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung

05.02.2021 | Samia Boutari |

Mit­ten in der Pan­demie und des Home-Office-All­t­ages als Per­son­al­ber­a­terin hat­te ich die Möglichkeit, an einem ganztägi­gen, online gestützten Inter­pre­ta­tions-Work­shop zum Bochumer Inven­tar zur berufs­be­zo­ge­nen Per­sön­lichkeits­beschrei­bung — BIP teilzunehmen. Ver­anstal­ter dieses hochw­er­ti­gen, dig­i­tal­en Tages war der Hogrefe-Ver­lag. Herr Dr. Rüdi­ger Hossiep, der seit 1990 an der Fakultät für Psy­cholo­gie der Ruhruni­ver­sität Bochum (RUB) tätig ist und dort das Pro­jek­t­team Tes­ten­twick­lung leit­et, hat uns durch den Tag geführt. Ziel war es, noch ein­mal ver­tiefend in die Pro­fil­in­ter­pre­ta­tion einzusteigen.

Wie gut funktioniert eine digitale Weiterbildung?

Mein Wun­sch bestand darin, meine jahre­lange Erfahrung im Umgang mit dem Bochumer Inven­tar noch ein­mal mit aktuellen Erken­nt­nis­sen aus der Wis­senschaft – direkt vom Tes­tau­tor – zu erhal­ten und mein Wis­sen zu vertiefen. 

Ein sehr span­nen­der Tag mit vie­len neuen Erken­nt­nis­sen hin­sichtlich der Inter­pre­ta­tion liegt hin­ter mir. Der enge Aus­tausch mit Dr. Hossiep, aber auch den anderen Teil­nehmern, hat sich als höchst bere­ich­ernd erwiesen. Ver­siert wur­den wir durch das online gestützte Sem­i­nar geführt, welch­es sich als hoch­pro­fes­sionell organ­isiert und durchge­führt präsen­tierte. Es wur­den viele span­nende Pro­file inter­pretiert und durchge­sprochen sowie Plau­si­bil­ität­sprü­fun­gen durchge­führt. Sicher­lich wäre ein per­sön­lich­er Aus­tausch vor Ort noch schön­er gewe­sen, den­noch hat sich für mich gezeigt, dass solche dig­i­tal­en For­mate sehr gut funktionieren.

Das Bochumer Inventar – unser bevorzugtes Testverfahren im Bereich der Eignungsdiagnostik

Auch wir als Per­son­al­ber­atung standen vor vie­len Jahren vor der Entschei­dung, mit welchem eig­nungs­di­ag­nos­tis­chen Testver­fahren wir im Bere­ich der Per­son­alauswahl und ‑entwick­lung arbeit­en möcht­en. Der Markt der Testver­fahren ist sehr groß und es gibt eine Vielzahl von ver­schiede­nen Anbi­etern. Wir haben uns vor über 10 Jahren für das wis­senschaftlich anerkan­nte Testver­fahren der Bochumer Ruhruni­ver­sität entsch­ieden, das unter der Leitung von Her­rn Dr. Rüdi­ger Hossiep in 2020 zum „Gold­stan­dard der Per­sön­lichkeit­stests“ gekürt wurde. Das Bochumer Inven­tar zur berufs­be­zo­ge­nen Per­sön­lichkeits­beschrei­bung ist ein psy­chol­o­gis­ches Testver­fahren, das beruf­s­rel­e­vante Per­sön­lichkeitsmerk­male sys­tem­a­tisch erfasst. Es ist eines der weni­gen per­sön­lichkeits­di­ag­nos­tis­chen Ver­fahren, das die Per­sön­lichkeit auf rein wis­senschaftlich­er Basis beschreibt und zugle­ich auss­chließlich auf den Beruf­skon­text abzielt.

Warum das Bochumer Inventar?

Mit der Entschei­dung für das Bochumer Inven­tar haben wir uns bewusst gegen ein typol­o­gis­ches Ver­fahren und für ein dimen­sion­ales Testver­fahren entsch­ieden, da hier dif­feren­ziert­ere Ergeb­nisse erzielt wer­den und die dimen­sion­alen Testver­fahren auch den mod­ern­sten Erken­nt­nis­sen der Eig­nungs­di­ag­nos­tik entsprechen.


Ist wissenschaftlich basierte Personalauswahl und ‑eignungsdiagnostik zu trocken und langweilig?

Für mich als Per­son­al­ber­a­terin mit Schw­er­punkt in der Per­son­alauswahl gehört die Eig­nungs­di­ag­nos­tik schon seit vie­len Jahren zu meinem Handw­erk­szeug. Auch im Rah­men von Kar­riere-Coach­ings set­ze ich das Bochumer Inven­tar ein. Jet­zt kön­nte man ver­muten, dass es trock­en und vielle­icht auch lang­weilig ist, mit einem wis­senschaftlich fundierten Testver­fahren zu arbeit­en. Weit gefehlt, denn im Mit­telpunkt ste­ht immer der Men­sch. Ein Testver­fahren wie das Bochumer Inven­tar mit den erforder­lichen Gütekri­te­rien der Valid­ität, Reli­a­bil­ität und Objek­tiv­ität  belebt den Aus­tausch und hat ger­ade in Auswahlver­fahren aber auch bei inter­nen Lauf­bah­n­prozessen und Coach­ings einen nicht zu unter­schätzbaren Wert. Es gelingt so, bere­its zu einem frühen Zeit­punkt eine klare Selb­st­beschrei­bung ein­er Per­son zu bekom­men und hierüber in den inten­siv­en Aus­tausch zu gehen.

Die Teil­nahme am Inter­pre­ta­tionswork­shop hat meine Lei­den­schaft und Begeis­terung für die Eig­nungs­di­ag­nos­tik noch ver­stärkt. Es hat mir erneut gezeigt, wie span­nend wis­senschaftlich fundiertes Arbeit­en ist. Eine Teil­nahme kann ich allen empfehlen, die sich aus beru­flichem oder per­sön­lichem Inter­esse für Eig­nungs­di­ag­nos­tik interessieren.

Dür­fen wir auch Sie im Rah­men der Per­son­alauswahl unter­stützen und von dem Ein­satz eig­nungs­di­ag­nos­tis­ch­er Ver­fahren begeis­tern? Gerne ste­he ich Ihnen für Rück­fra­gen jed­erzeit zur Verfügung.

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