proJob zu Gast auf dem 20. Deutschen Personalberatertag

20.06.2018 | Stefanie Rasel | News

Samia Boutari und ich haben uns am 13. Juni 2018 aus dem Tages­geschäft aus­gek­linkt und stattdessen den 20. Per­son­al­ber­atertag besucht. Dieser wird jährlich vom Bun­desver­band Deutsch­er Unternehmens­ber­ater organ­isiert und fand dieses Jahr im Steigen­berg­er Grand­ho­tel auf dem Peters­berg bei Bonn statt.
Dort haben wir uns ver­schiede Vorträge ange­hört — zu klas­sis­chen Fachthe­men sowie zu den Auswirkun­gen der EU-Daten­schutzverord­nung und zu den Fol­gen des dig­i­tal­en Wan­dels für das Recruit­ing. Darüber hin­aus wur­den wir kuli­nar­isch ver­wöh­nt und kon­nten die Pausen dazu nutzen, unser Net­zw­erk zu erweit­ern und bere­its beste­hende Kon­tak­te zu pfle­gen.
Damit Sie einen kleinen Ein­blick in die The­men­vielfalt des Per­son­al­ber­atertages bekom­men, möchte ich im Fol­gen­den drei der elf Pro­gramm­punk­te in aller Kürze anschnei­den.

Mimik ist die Bühne unserer Gefühle

Der erste Vor­trag des Tages „Nie wieder Tomat­en auf den Augen — Was die Mimik über unsere Gefüh­le ver­rät“ set­zte sich mit der Emo­tion­serken­nungs­fähigkeit auseinan­der und begeis­terte die Zuhör­erschaft durch Prax­is­beispiele und inter­ak­tive Übungsauf­gaben.
Wir haben gel­ernt, dass die non­ver­bale Kom­pe­tenz eine Schlüs­selkom­pe­tenz ist, die es zu trainieren gilt, denn die Mimik ist schneller als der Ver­stand und lässt sich in den ersten 500 Mil­lisekun­den ein­er Reak­tion nicht manip­ulieren. Ver­spüren wir Ver­ach­tung oder Ekel, ver­rät uns ein leicht­es ein­seit­iges Ober­lip­pen­zuck­en, noch bevor wir das fre­undlich­ste Lächeln und somit unser Pok­er­face auf­set­zen kön­nen.
Was bedeutet es also, wenn Ihr Gesprächspart­ner lächelt? Wussten Sie, dass Aus­druck­sweisen häu­fig fehlin­ter­pretiert wer­den und Empathie nicht mit der Emo­tion­serken­nungs­fähigkeit gle­ichzuset­zen ist?
Haben Sie beispiel­sweise schon ein­mal ver­sucht, das Lächeln Ihres Gegenübers zu deuten? War es ein Lächeln aus Dom­i­nanz, ein Zen­sur-Lächeln (qua­si die gute Miene zum bösen Spiel), reine Fre­undlichkeit zur Förderung der Koop­er­a­tion oder hat Ihr Gegenüber tat­säch­lich echte Freude emp­fun­den? Nur bei echter Freude kon­trahiert der Augen­ring­muskel und senkt die Augen­deck­falte ab.

Guter Lebenslauf = guter und geeigneter Mitarbeiter?

In einem beein­druck­enden Exper­tentalk mit geball­ter Kom­pe­tenz zum The­ma Peo­ple Ana­lyt­ics und diag­nos­tis­che Testver­fahren war die ein­heitliche Mei­n­ung, dass eine abso­lut per­fek­te Pas­sung zwis­chen Job und Mitar­beit­er unmöglich ist. Jed­er Men­sch habe seine Stärken und seine Entwick­lungs­be­darfe, sodass manche Per­so­n­en eben bess­er zu den Anforderun­gen ein­er Posi­tion passen als andere. Es gin­ge let­ztlich immer darum, die Per­son auszuwählen, die den Job am wenig­sten defiz­itär erfüllen wird.
Anhand eines Lebenslaufes darauf zu schließen, dass es sich zukün­ftig um einen guten Mitar­beit­er han­dle, sei ein fataler Attri­bu­tions­fehler, da es immer auf die Inter­ak­tion von Per­son und Sit­u­a­tion ankomme. Eig­nungs­di­ag­nos­tik helfe dabei, die charak­ter­lichen und kog­ni­tiv­en Poten­ziale und Defizite ein­er Per­son der­art aufzudeck­en, dass Per­son­alver­ant­wortliche den poten­ziellen Defiziten von Beginn an ent­ge­gen­wirken kön­nen.
Zu berück­sichti­gen seien bei der Auswahl der eig­nungs­di­ag­nos­tis­chen Instru­mente fol­gende Aspek­te:
a) Anforderung­sori­en­tierung
b) Qualität/Gütekriterien
c) Rechtliche und ethis­che Aspek­te (v. a. Informelle Selb­st­bes­tim­mung und Daten­sou­veränität)

Big Dadaismus – Auch Algorithmen haben Grenzen

Der abschließende Vor­trag des Tages war für mich per­sön­lich der absolute Höhep­unkt.
Mit viel Humor und her­vor­ra­gen­den Beispie­len aus dem alltäglichen Leben hat sich der Ref­er­ent den The­men Dig­i­tal­isierung und Big Data gewid­met. Der ganze Saal hörte ges­pan­nt zu und kam kaum aus dem Lachen raus.
Dabei hat er her­aus­gestellt, dass die Analyse von Dat­en ein­deutige Gren­zen hat. So ließen sich zwar Kor­re­la­tio­nen benen­nen, aber nicht zwangsläu­fig Kausal­itäten bes­tim­men. Zahlen und Algo­rith­men seien zwar gute und mächtige Instru­mente, aber nie ein Ersatz für das, was uns Men­schen aus­macht.
Unsere Phan­tasie, unsere Kreativ­ität, unser Humor sowie unsere Vorstel­lungskraft und die Fähigkeit, über die Zukun­ft nachzu­denken und Visio­nen zu entwick­eln, zeich­nen uns aus.
Aus diesem Grund soll­ten wir an dem fes­thal­ten, was uns aus­macht und mutig sein, auch mal etwas wagen und sei es „dass wir uns mor­gens die Zähne mit elmex putzen und abends mit aronal“.

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