Recruiting anders denken – Ideenfitness kann trainiert werden

19.09.2018 | Stefanie Rasel | Personal & Management

Vom 11. bis 13. Sep­tem­ber fand auf dem Köl­ner Messegelände die Zukun­ft Per­son­al Europe statt, eine Fachmesse rund um das Per­son­al­we­sen. 770 Aussteller und mehr als 450 Vorträge und inter­ak­tive For­mate boten den knapp 18.000 Besuch­ern umfan­gre­iche Infor­ma­tio­nen zu sämtlichen Bere­ichen des Per­son­al­we­sens. Auf vier Messe­hallen verteil­ten sich die fol­gen­den The­men­bere­iche:

  • HR Future Trends + Ser­vices
  • Pro­fes­sion­al Train­ing + Learn­ing
  • Recruit­ing & Con­sult­ing
  • HR Soft­ware + Hard­ware

Wir von pro­Job haben die Messe natür­lich genutzt, um uns über die neusten Trends im Per­son­al­we­sen zu informieren. Zusät­zlich haben wir die Plat­tform genutzt, um mit unseren Dien­stleis­tern vor Ort in einen per­sön­lichen Aus­tausch zu gehen.
Am drit­ten Mes­se­tag der Zukun­ft Per­son­al besucht­en wir den Vor­trag  „Rock your Recruit­ing. Wer nicht auf­fällt, kann keine Bewer­bun­gen bekom­men. Ohne attrak­tives Ange­bot kein Grund zur Bewer­bung.“ von Mar­tin Gaedt und Sascha Neter von der index Inter­net und Medi­aforschung GmbH.
 A U F M E R K S A M K E I T  war das Stich­wort des Vor­trages und die Ker­naus­sage, die im Gedächt­nis geblieben ist, lautet: TRETEN SIE NICHT AUF RAUPEN!

Bewerbungen sind Mangelware!

Aber nun ein­mal von vorne. Dass in den Unternehmen heutzu­tage weniger Bewer­bun­gen auf aus­geschriebene Vakanzen einge­hen ist kein Geheim­nis, son­dern für Per­son­aler bit­tere Real­ität. Viele Per­son­aler sehen dies im oft pos­tulierten Fachkräfte­man­gel begrün­det. Die Red­ner des Vor­trags hinge­gen sehen ein anderes weit ver­bre­it­etes Prob­lem im Recruit­ing: Es man­gle schlichtweg an guten Ideen.
Konkreter fehle es an kreativ­en Lösun­gen, die ein­fach NEU und somit anders sind als alles bish­er da gewe­sene. Dabei sei es ele­men­tar durch diese die Aufmerk­samkeit von poten­ziellen Bewer­bern zu gewin­nen.
Es gehe im Recruit­ing nicht darum, 100% aller möglichen Kan­di­dat­en auf eine Stelle aufmerk­sam zu machen, son­dern vielmehr darum, bei aus­gewählten Kan­di­dat­en 100% Aufmerk­samkeit zu erzeu­gen.
Ein Unternehmen müsse sich bei poten­ziellen Kan­di­dat­en bewer­ben und dazu den Mut haben, Recruit­ing kon­se­quent anders zu denken und gegebe­nen­falls alte Def­i­n­i­tio­nen zu brechen.

 Wie wird aus einer Raupe ein Schmetterling?

Nun mögen Sie sich fra­gen, was eine Raupe oder ein Schmetter­ling mit Recruit­ing zu tun haben?! Nun, die Red­ner nutzten die Raupe als Sinnbild für Ideen.
Neue Ideen seien in der Regel wed­er aus­gereift noch von beson­der­er Schön­heit, sie müssten weit­ergedacht wer­den, um sich zu einem aus­gereiften funk­tion­ieren­den Plan zu entwick­eln. 
Viel zu häu­fig wür­den Ideen vorschnell ver­wor­fen wer­den, denn „Das kön­nen wir nicht“, „Das funk­tion­iert doch nicht“, „Wie soll das denn gehen?“.  Aus ein­er Raupe könne jedoch auch kein wun­der­schön­er Schmetter­ling wer­den, wenn man sie zer­tritt.
Ideen im Recruit­ing müssen erprobt und stetig angepasst wer­den, bis das Ange­bot den Bewer­bern „schmeckt“. Wenn den Bewer­bern ein Ange­bot nicht schmeckt, kann entwed­er wesentlich mehr in Mar­ket­ing und Ver­trieb investiert oder ein­fach das Ange­bot geän­dert wer­den. Wird ein Ange­bot verän­dert, gle­ichen Ideen einem Cock­tail, bei dem die Zutat­en neu gemis­cht wer­den. Dabei reiche es jedoch nicht aus, immer die gle­ichen Zutat­en neu zu mis­chen. Stattdessen bedarf es auch neuer Zutat­en.

 „WaBriMiDa?“

Diese schöne Abkürzung nutzten die Red­ner für die Frage „Was bringt mir das?“. Diese Frage stellen sich sowohl poten­zielle Bewer­ber als auch poten­zielle Empfehlungs­ge­ber. Ein Appell an Unternehmen, den Nutzen für die einzel­nen Parteien zu ver­größern und etwas zu bieten was andere nicht bieten. Ken­nen Sie zum Beispiel die Lieblingsmusik Ihrer Ziel­gruppe? Dann kündi­gen Sie in der Auss­chrei­bung an, dass Sie unter allen qual­i­fizierten Bewer­bern Konz­ertkarten ver­losen.
Empfehlungs­mar­ket­ing ist zunehmend ein wichtiger Fak­tor im Recruit­ing. Ger­ade dann, wenn es um Fachkräfte im Handw­erk geht. So könne ein Friseur­sa­lon mit fol­gen­der Schaufen­ster­botschaft wer­ben: Empfehlen Sie mir einen qual­i­fizierten Friseur und Sie bekom­men Ihren Haarschnitt ein Jahr lang gratis.

 Was lernen wir aus dem Vortrag? 

Seien Sie mutig und schwim­men Sie gegen den Strom. Pro­bieren Sie neue Wege aus und seien Sie nochmal so kreativ wie es Kinder sind.

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