Verwerfen Sie ruhig Ihre Neujahrsvorsätze

Im Kalender der kuriosen Feier- und Aktionstage aus aller Welt ist der heutige Tag, der 17. Januar, als Wirf-deine-Neujahrsvorsätze-über-Bord-Tag festgehalten. Dieser Tag hat seinen Ursprung in den USA, wo er „Ditch New Years Resolutions Day“ genannt wird.

Aber Hand auf Herz, sollen nach 16 Tagen schon alle guten Vorsätze über Bord geworfen werden? Sie erinnern sich vielleicht an unseren Beitrag zum Jahresbeginn, in dem wir erläutert haben, dass wir es bevorzugen, von Zielen statt von guten Vorsätzen zu sprechen?! Jetzt wissen Sie warum. Wenn es sogar einen Tag gibt, der dazu aufruft, die Neujahrsvorsätze zu verwerfen, können diese nicht von nachhaltiger Natur sein.

Warum ist das so? Neujahrsvorsätze kommen nicht von ungefähr. Sie unterliegen in der Regel gesellschaftlichen Einflüssen. Meist geht es darum, die schlechte Angewohnheiten ad-acta zu legen und bessere, gesündere Verhaltensweisen und Einstellungen zu adaptieren.

Typische Neujahrsvorsätze sind zum Beispiel:

• Häufiger Sport treiben,
• auf eine bewusstere Ernährung achten,
• weniger Süßigkeiten essen,
• mehr Selbstachtsamkeit an den Tag legen,
• Durchstarten im derzeitigen Job oder gar den Job wechseln, nämlich in eine Position mit einer besseren Bezahlung und mehr Verantwortung,
• berufliches und privates besser voneinander trennen,
• das Handy häufiger abschalten.

Und das ist nur eine kleine Auswahl typischer Neujahrsvorsätze. Diese klingen zunächst gut und sinnvoll. Was hindert uns also daran, langfristig an den Neujahrsvorsätzen festzuhalten?

Das liegt mitunter im Ursprung der Vorsätze begründet. „Neues Jahr, neues Glück“, so heißt es. Viele Menschen hegen die Hoffnung oder die Erwartung, dass das neue Jahr besser werden muss als das alte. Da bekanntlich jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, streben sie das persönliche Optimum an – in allen Lebensbereichen. Gemäß des Leitsatzes: „Höher, schneller, weiter“, wollen sie besser leben als bisher und das in jeder Hinsicht.

Getrieben von dem inhärenten Wunsch nach Bewunderung, Anerkennung und Wertschätzung wollen sie nach den weihnachtlichen Schlemmertagen erst recht so aussehen, wie es Schönheitsideale vorleben, deren vermeintlich gesunden Lebensstil nachahmen und beruflich durchstarten. Und das am besten sofort.

Daher verlangen die Neujahrsvorsätze eine sofortige Umsetzung neuer Verhaltensmuster ab dem 01. Januar. Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier und Erfolge stellen sich nicht unmittelbar ein. Daher bedarf die langfristige Umstellung Disziplin und Durchhaltevermögen.

Sprechen wir hingegen von Zielen statt von Vorsätzen, wissen wir, dass wir auf die Erreichung eines Ziels hinarbeiten müssen. Wir behalten das Ziel vor Augen und tun, was zu dessen Erreichung notwendig ist. Bei Bedarf verändern wir auch unsere Verhaltensmuster und Einstellungen. Dies erfolgt jedoch aus einer anderen Motivation heraus als es bei Vorsätzen der Fall ist. Wir ändern nichts, weil es von uns erwartet wird oder weil alle um uns herum eben auch Vorsätze haben. Wir führen Änderungen herbei, weil wir auf ein entsprechendes Ziel hinarbeiten. Setzen wir uns ein Ziel, entscheiden wir uns ganz bewusst dazu, unser Denken und unser Verhalten zu variieren und unsere Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Häufig empfinden wir schon bei der Erreichung von Teilzielen eine wohltuende Zufriedenheit.

Verwerfen Sie Ihre Vorsätze und halten Sie an Ihren Zielen fest.

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